Laparoskopische Nierenchirurgie


Grundsätzlich gibt es in der Nierenchirurgie die beiden mittlerweile als gleichwertig etablierten Zugangswege (offenchirugisch und laparoskopisch).

 

Die Entscheidung zu der einen oder anderen Operationstechnik hängt von der Erkrankung und von Patientenfaktoren ab. So können Nierentumore sowohl offen als auch laparoskopisch organerhaltend entfernt werden. Hierbei sind die Größe und die Lokalisation des Tumors entscheidend.

Ebenso können Nierenentfernungen z.B. wegen Tumor oder wegen gutartiger Erkrankungen ebenso offenchirurgisch als auch laparoskopisch durchgeführt werden.

 

Der laparoskopische Zugangsweg ermöglicht eine maximal muskelschonende Operationstechnik. So werden je nach Operation ein kleiner Hautschnitt für die Öffnung des Kamerazuganges (Kameraport) und 2-4 weitere kleine Hautschnitte für die Arbeitsgeräte geschaffen. Bei der Entfernung der Niere (Nephrektomie, aufgrund von Tumor oder anderer Indikationen) wird diese über einen muskelschonenden Schnitt (wie bei einer „Blinddarm“ Operation) im Unterbauch geborgen.

 

 

Als „goldener Standard“ gilt die laparoskopische Operationstechnik bereits bei der Therapie der Ureterabgangsstenose (Harnleiterabgangsenge) und bei symptomatischer Nephroptose (Überbeweglichkeit der Niere mit schmerzhafter Behinderung des Harnabflusses).


Bei einer Harnleiterabgangsenge wird laparoskopisch diese Abgangsenge entfernt und der Harnleiter mit dem Nierenbecken neu verbunden.


Bei der Nephropexie wird ein Band laparoskopisch um die Niere geschlungen und hält so die Niere in Position. Eine Verdrehung und damit eine Minderdurchblutung werden dadurch verhindert.